„besondere Geschichte“ zu „besonderen Zeiten“

„Plattlerproben“ in Zeiten von Corona…

 

sind leider so nicht machbar, also muss man erfinderisch sein, um trotzdem den Kontakt zu den Kindern zu halten. Nachdem vor Ostern bereits der Trachtenverein Söllhuben mit der Idee zum „Bayerischen Zehnkampf“ eine Möglichkeit anbot, die wir gerne an unsere Kinder weitergegeben haben, folgte dann noch ein Ostereiermalwettbewerb vom Gauverband I. Ebenso besteht über YouTube, mit Hilfe von Plattlervideos, die Möglichkeit beim platteln in Übung zu bleiben. Leider ist das alles nur alleine oder unter Geschwistern möglich. Um trotzdem zusammen in der Gruppe etwas zu machen, kam uns die Idee gemeinsam eine Geschichte zu schreiben. Wir haben die Geschichte mit zwei Sätzen begonnen und jedes Kind aus unserer Kinder- und Jugendgruppe durfte die Geschichte dann mit 2-3 Sätzen weiterschreiben. Die Kinder haben sich gleich eifrig ans Werk gemacht, aber nun lest selbst:

 

Eine etwas andere Geschichte von der Kinder- und Jugendgruppe des G.T.E.V. D’Simsseer Prutting

 

Es war ein schöner Frühlingstag Ende April. Die Sonne schien schon sommerlich warm und es waren nur wenige Wölkchen am Himmel zu sehen. Sepp fuhr mit seinem neongelben Mountainbike, das er zum 15. Geburtstag bekommen hatte, zum Simssee. Er wollte sich mit seinen Freunden vom Trachtenverein zum Schwimmen treffen. Am See war schon sehr viel los. Er konnte sie aber sofort finden, denn bei ihnen war es am lautesten. Es war lustig und alle lachten.

Er fragte, ob sie schwimmen gehen wollen? Einige sagten ja und er zog sich schnell um. Als er fertig war liefen sie zum Wasser, aber es war sehr kalt. Trotzdem wagte er sich bis zu den Knien ins Wasser. Plötzlich kam Andreas und schubste ihn ins Wasser. Auf jeden Fall war er jetzt richtig wach. Er watete zu seinen Freunden und nach einer Stunde wilder Wasserschlacht, gingen sie wieder aus dem Wasser. Gemeinsam lachten sie viel und nach gefühlt tausend Spielen, begannen sie gemeinsam Lieder zu singen. Über die richtig getroffenen Töne lässt sich zwar streiten, aber sie hatten auf jeden Fall eine richtige Gaudi miteinander.

Als es langsam dunkel wurde, suchte Andreas nach Holz und sie machten ein Lagerfeuer. Sepp hatte glücklicherweise an Stockbrot und Würstl gedacht und sie verputzten alles Essbare. Dann suchten sie sich ein paar Taschenlampen zusammen und gingen in den Wald. Nur ein paar Mädchen blieben am Feuer um darauf aufzupassen. Sepp erschrak furchtbar, als ein Waldkauz krächzend davonflog. Plötzlich raschelte es im Unterholz und man hörte ein lautes Grunzen. Sepp und Andreas überlegten schon, auf welchem Baum sie kraxeln sollten, um der Wildsau zu entkommen, aber sie fanden keinen geeigneten. Also beschlossen sie schnell zum Lagerfeuer zurück zu laufen. Dort berichteten sie aufgeregt davon, dass im Wald eine Wildsau sei. Die Mädchen kicherten bloß und als nun Anna und Theresa aus dem Wald kamen, die das Grunzen der Wildsau nachahmten, war das Gelächter sehr groß.

Als ihnen das Feuer fast ausging und sie immer noch nicht nach Hause wollten, mussten ein paar nochmal in den Wald um Holz zu holen. Plötzlich entdeckte Andreas etwas. Tief im Wald sah er einen hellen Fleck. Er ging darauf zu und entdeckte eine Lichtung, auf die hell der Mond schien. Das musste er Sepp zeigen. Andreas lief zurück und holte ihn ohne, dass die Anderen es merkten. Die beiden gingen weiter und sahen, dass das Licht des Mondes auf einen großen Findling strahlte. Hinter dem mächtigen Stein fanden sie ein gemütliches Plätzchen, wo sie sich nun niederlegten und von dort aus den Sternenhimmel sehen konnten. Sie erzählten sich Geschichten, waren aber schnell völlig erschöpft eingeschlafen. Als sie wach wurden, erschraken sie! Die Anderen hatten die beiden gesucht und standen jetzt um Andreas und Sepp herum. Alle lachten, weil die zwei eng zusammen gekuschelt geschlummert hatten. Nun gingen alle gemeinsam zurück zum See und nahmen zur Erfrischung noch ein letztes nächtliches Bad. Auf einmal schrien die Mädchen laut auf, weil eine Wasserschlange vorbei sauste. Zum Glück hatte das Tier kein Interesse an den Kindern und sie verließen erleichtert aber zügig den See.

Alle trockneten sich ab, denn es war höchste Zeit sich auf den Heimweg zu machen. Daheim hatten die Kinder viel zu berichten. Von einem lustigen Nachmittag mit Baden, Spielen, Singen und einem aufregenden Abend.

Zugleich hatten sie eine tolle Idee. Einmal im Jahr möchten sie gemeinsam mit allen Kindern aus ihrer Trachtengruppe eine Nachtwanderung machen. Ob sie auch da wieder so viel erleben werden? Auf jeden Fall werden sie wieder viel Spaß zusammen haben.

ENDE

 

Plattler für die Preisplatteln !!!!!

Gaujugendpreisplatteln in Saaldorf 13.09.2020

Buam I (bis Jahrgang 2010): Heisei

Buam II (Jahrgang 2009+2008): Birkenstoana

Buam III (Jahrgang 2007+2006): Inzeller

Buam IV (Jahrgang 2005+2004): Walzer + Wössner

Jugendgruppen: Walzer + Inzeller

Alle Dirndlgruppen: Vöglfanger

 

Gaupreisplatteln in Bergen 26.07.2020

Aktive Buam I (Jahrgang 2003 – 1997): Sulzberger

Aktive Buam II (Jahrgang 1996 – 1990): Reit im Winkler

Altersklasse I (Jahrgang 1989 – 1980): Gauplattler

Altersklasse II (Jahrgang 1979-1968): Rembacher

Altersklasse III (ab Jahrgang 1969): Gauschlag

Film ab !!

Berchtesgaden. Film ab! hieß es für die mitwirkenden Nachwuchstrachtler am Imagefilm des Landkreises Berchtesgadener Land. Sie trafen sich im „Haus der Berge“, um die Ersten zu sein, die das fertige Werk bestaunen konnten.

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120 Kinder und Jugendliche im Alter von vier bis 16 Jahren sind darin die Hauptdarsteller. Und es dreht sich alles um die Trachtensache. Humorvoll und gekonnt wollen sie in dem knapp 4-minütigen Kurzfilm andere Kinder und Jugendliche für die Trachtensache begeistern. Denn, wie zu sehen ist, liegen der facettenreiche Alltag, Plattlerprobe und das Vereinsleben nah aneinander. Sie, die jugendlichen Hauptakteure, kommen aus den Vereinen der Gebiete Berchtesgaden, dem Rupertiwinkel und Bad Reichenhall und sind im Landkreis Berchtesgadener Land zuhause. Ihre Heimatvereine sind dem Gauverband I angeschlossen.

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Die Idee dazu kam von Landrat Georg Grabner, der seit jeher den Trachtenvereinen in seinem Landkreis sehr positiv verbunden ist. Er ist selbst mit Stolz und Herzblut dabei und schätzt das vielfältige Brauchtum seiner Heimatregion, so die lobenden Worte von Gebietsvertreter Hans Hogger. Diese Idee wurde unter professioneller Anleitung von Amadeus und Tina Fleckinger vom Freilassinger Kreativnest, die für die Umsetzung des Films verantwortlich waren, in die Tat umgesetzt. Die Gebietsvertreter Tobias Kastner (Gebiet Berchtesgaden), Hans Hogger (Gebiet Rupertiwinkel) und Anderl Hinterstoißer (Gebiet Bad Reichenhall) waren es, die federführend die Organisation für dieses gelungene Gemeinschaftswerk übernommen haben. Doch ohne finanzielle Hilfestellung wäre es nicht möglich gewesen, die Pläne zu verwirklichen. Es waren die Spenden der Berchtesgadener Landesstiftung unter Vorsitz von Landrat Georg Grabner, die Sparkassen-Bürgerstiftung des Berchtesgadener Landes und die Raiffeisenbank Rupertiwinkel eG, die schlussendlich die Verwirklichung möglich machten.

Alle ganz gespannt auf die Premiere
Alle ganz gespannt auf die Premiere

 

Link zum Video: sei dabei im Trachtenverein

Text und Bilder: Inge Erb

Trachtenkulturzentrum Holzhausen ist immer als Preis wert

Groß waren Jubel und Freude, als die Jugendgruppe vom G.T.E.V. „Almfrieden Aindorf-Pittenhart e. V.“ beim Wettbewerb am Tag der Jugend beim Gaufest des Gauverbandes I in Prutting den Ersten Platz mit nach Hause nahm.

 

Gruppenfoto auf der Burg von Landshut
Gruppenfoto auf der Burg von Landshut

 

Nun war es soweit: sie lösten im Beisein ihrer Betreuer den Gutschein ein. Zwei Tage lang durften sie im Trachtenkulturzentrum in Holzhausen nach Lust und Laune ihren Gewinn genießen. Wie im Flug verging die Zeit. Die Gegend um Holzhausen hat viel zu Bieten. So wurde am Samstagvormittag die Burg in Landshut erkundet. Nach der Besichtigung der Altstadt von Landshut mit Plattler- und Tanzeinlagen vor der Residenz und Eissessen ging es am Nachmittag noch zum Fußballgolf nach Bodenkirchen. Die gemeinsamen Abende mit Grillen und Lagerfeuer am Zeltplatz werden sicherlich allen in guter Erinnerung bleiben.

 

© Inge Erb, Gaupressewartin

Bilder: vom Verein